2020 ist ein Schaltjahr

2020 ist wieder ein Schaltjahr. Hat ein normales (gemeines) Jahr 365 Tage sind es im Schaltjahr 366 Tage, da ein Tag Ende Februar mit dazu kommt. Das Schaltjahr ist notwendig, um unser Kalenderjahr an das Sonnenjahr anzupassen. Würde kein Schalttag für eine Korrektur sorgen, würden sich die Jahreszeiten langsam verschieben und ganz überspitzt gesagt, würden wir irgendwann Weihnachten im Sommer feiern (und das auf der nördlichen Halbkugel).

Abreißkalender bzw. Tageskalender wie zum Beispiel die Sprachkalender kommen 2020 mit 366 Blättern daher.

Der Schalttag im Schaltjahr dient der Korrektur

Im gregorianischen Kalender wird wie im davor üblichen Julianischen Kalender alle vier Jahre ein Schalttag eingefügt. Im gregorianischen Kalender gibt es aber noch eine Sonderregelung, die dafür sorgt, dass in einem Zyklus von 400 Jahren drei dieser Schalttage entfallen. Das sorgt dafür, dass auf lange Sicht unser Kalenderjahr nur um eine halbe Minute vom Sonnenjahr abweicht.

Kalenderreform durch Gaius Julius Caesar

Unter Gaius Julius Caesar wurde im Römischen Reich der Kalender (Calendarius) reformiert und der julianische Kalender eingeführt. Dies geschah im Jahr 45 v. Chr. Der bis dahin geltende Kalender ohne Schalttage hatte dazu geführt das die Kalenderdaten nicht mehr zu den ihnen ursprünglich zugeordneten Sonnenständen passten, da es durch die Differenz zwischen Kalenderjahr und der tatsächlichen Länge des Sonnenjahrs eben zu Verschiebungen gekommen war. Julius Caesar kannte aus Ägypten die Lösung der Schalttage und unter ihm wurde 45 v. Chr. Der Julianische Kalender eingeführt, der eben einen Schalttag alle vier Jahre im Februar vorsah.

Das Julianische Jahr kam damit im Durchschnitt auf eine Länge von 365,25 Tagen. Der Fehler betrug zwar nur ein Tag in etwa 128 Jahren, führte aber bis zum 16. Jahrhundert dazu, dass nach diesem Kalendersystem die Frühlingstagundnachtgleiche bereits am 11. März war und nicht wie festgelegt am 21. März.

Differenz im Kalendersystem

Zwischen der Einführung bis ins 16. Jahrhundert war also bereits eine Differenz von zehn Tagen aufgelaufen. Da sich an der Tag- und Nachtgleiche im Frühling aber auch das Datum für das Osterfest berechnete war dies kein Zustand, mit dem insbesondere die Kirche sehr zufrieden war. Und so kam es zu einer erneuten Kalenderreform unter Papst Gregor XIII. Dieser bestimmte zum einen das im Jahr 1582 zehn Tage ausgelassen wurden und so folgte, zumindest in den Ländern, in den die päpstliche Kalenderreform sofort umgesetzt wurde, dem 4. Oktober dem 15. Oktober. Und um zu verhindern, dass sich wieder eine solche Differenz ansammelte, wurde der julianische Kalender und seine Regelung zu den Schalttagen leicht angepasst.

Schalttage im Gregorianischen Kalender

  • Jedes Jahr, dessen Jahreszahl sich durch vier ohne Rest teilen lässt, ist ein Schaltjahr. Damit ist 2020 ein Schaltjahr, da es sich eben ohne Rest teilen lässt.
  • Eine Sonderregel betrifft Säkularjahre, das sind die Jahre, die ein Jahrhundert abschließen. Das letzte Säkularjahr war 2000, das nächste wird 2100 sein.
  • Säkularjahre sind erstmal keine Schaltjahre außer ihre Jahreszahl ließe sich durch 400 teilen. Damit war 1900 kein Schaltjahr und 2100 wird wieder keins sein. Das Jahr 2000 hingegen war ein Schaltjahr.
  • Diese Regeln führen dazu, dass sich der Fehler bei der Länge zwischen Kalenderjahr und tatsächlichen Sonnenjahr erst nach 3231 Jahren auf einen ganzen Tag summieren wird.

Die nächsten Schaltjahre: 2020, 2024, 2028, 2032 …

Warum der Schalttag im Februar eingeschoben wird

Bereits der Julianische Kalender kannte den Schalttag. Auch in diesem wurde er im Februar eingeschoben, der 24. Februar wurde dann doppelt begangen. Das rührte daher, da im römischen Kalender lange der Februar (Februarius) der letzte Monat im Jahr war. Und so bot es sich an, in diesem letzten Monat auch den korrigierenden Schalttag einzuführen. Auch wenn der Februar nicht der letzte Monat blieb, wird der Schalttag weiterhin dort eingeschoben.

Wichtige Ereignisse am 29. Februar

  • 888: In Compiègne wird der Robertiner Odo von Paris (1866-898) zum westfränkischen König erhoben. Mit seiner Wahl wichen die Westfranken (Franzosen von der angestammten Dynastie der Karolinger ab.
  • 1528: Der ins katholische Schottland zurückgekehrte evangelische Theologe Patrick Hamilton wird in einem kurzen Prozess wegen Ketzerei zum Tode verurteilt und sofort öffentlich verbrannt.
  • 1768: Mit dem Ziel, den russischen Einfluss in Polen-Litauen zurückzudrängen, schließen sich polnische Adlige zur Konföderation von Bar zusammen.
  • 1880: Beim für den Eisenbahnverkehr gebauten Gotthardtunnel durch das Gotthardmassiv in den Schweizer Alpen erfolgt der Durchstich.
  • 1916: Während des Ersten Weltkriegs kommt es in der Nordsee zu einem Gefecht zwischen Schiffen der Royal Navy und der Kaiserlichen Marine. Der deutsche Hilfskreuzer SMS Greif versenkt zunächst den britischen Hilfskreuzer Alcantara, bevor er selbst untergeht. Dabei kommen auf beiden Seiten insgesamt 264 Seeleute ums Leben.
  • 1940: Bei der Oscarverleihung ist Vom Winde verweht mit zehn Academy Awards erfolgreichster Film, wobei mit der für ihre Darstellung der Mammy ausgezeichneten Hattie McDaniel erstmals eine Afroamerikanerin eine Oscar-Statuette erhält. Erst 2004 gibt es eine neue Bestmarke bei der Anzahl der Oscars für einen Film, Der Herr der Ringe: Die Rückkehr der Könige wird in elf Kategorien ausgezeichnet.
  • 1916: In den Vereinigten Staaten wird dem Bauingenieur Arthur Hale ein Patent auf das von ihm entwickelte Kleeblatt-Autobahnkreuz erteilt.
  • 1972: Aus Protest gegen die Neue Ostpolitik der sozialliberalen Koalition tritt der Bundestagsabgeordnete Herbert Hupka, Präsident der Landsmannschaft Schlesien, aus der SPD-Bundestagsfraktion aus.
  • 2004: Nach weitreichenden Protesten und Eingreifen durch Frankreich und die USA dankt Jean-Bertrand Aristide als Präsident Haitis ab und verlässt das Land.

 

Prominente mit Geburtstag am 29. Februar

Geboren am 29. Februar sind folgende Prominente oder Bekanntheiten

  • 1988 Lena Gercke, Model
  • 1988 Benedikt Höwedes, Fußballspieler
  • 1968 Dana Schweiger, US-amerikanische Unternehmerin, Moderatorin, ehemaliges Model
  • 1948 Martin Suter, Schweizer Schriftsteller, Drehbuchautor und Kolumnist
  • 1944 Dennis Farina, US-amerikanischer Schauspieler, gestorben 2013, spielte u.a. in Snatch und in der Serie Law & Order mit.

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